Die Stadt Straßfurt informiert über die Schlosspark- sanierung  Faltblatt als pdf herunterladen Geschichte des Schlossparks Bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts war das Gebiet des heutigen Schlossparkes  kahles Hügelland, bewachsen nur mit einzelnen Sträuchern und Bäumen, durch dessen Wiesen sich sanft die Bode schlängelte.   1754 ließ Gebhard Anton von Krosigk am flachen Flussufer ein kleines Eichenwäldchen anlegen. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts  wurden die aufgeschmückten Anlagen direkt um das Schloss, aber auch in dem sich östlich anschließenden  sogenannten  „Alten Garten“  schließlich immer umfangreicher, getragen sicherlich durch den gemeinsamen Gestaltungswillen mit seiner Ehefrau Auguste Ernestine, aber auch durch eine langjährige Freundschaft mit Fürst Friedrich Franz von Anhalt - Dessau, dem Schöpfer des berühmten und vorbildhaften  Dessau-Wörlitzer Gartenreiches. So entstand in der Zeit der sentimentalen, frühen Phase  der landschaftlichen Gartenkunst, angeschmiegt an die den Pak begleitende Bode , ein kleines  Garten- Paradies  mit Eichenallee, Rosenwäldchen, einer Vielzahl von Sitz- und Ruheplätzen, einem Aussichtsplateau, Teichen, verspielten Hecken, Teppichbeeten und einem in der Form eines kleinen antiken Tempels errichteten Orangeriegebäude mit zwei, als Gewächshäuser genutzten, Seitenflügeln.   In den Tagebüchern Auguste Ernestine von Krosigks ist überliefert, dass man „sich zur ersten Anlage zwar den berühmten Gartenkünstler Zimmer kommen ließ, die Ausführungen aber als richtiger Praktikus sich vorbehielt und die einzelnen ( zu pflanzenden ) Exemplare , wie Zimmer es vorschrieb, nicht aus theuren Pflanzgärten, sondern den eigenen entnahm … und so die Genugthuung eigenen Schaffens“ hatte. Die Pflege des Schlossparkes wurde von den Folgegenerationen gewissenhaft fortgeführt, namentlich unter Anton von Krosigk ,der Ernestine Luise von Veltheim aus Destedt  - das wegen seines bedeutenden frühen Landschaftsparkes mit seltenen exotischen Bäumen geschätzt wurde – als eine  gärtnerisch besonders vorgebildete Braut  nach Hohenerxleben heimführen konnte. Beiden gelang es nicht nur den „Alten Garten“ durch Bepflanzung der angrenzenden Wiesen nach Gattersleben hin zu verschönern, sondern auch die vornehmlich in Hausnähe gelegenen, besonders  schön gestalteten  Gartenpartien durch Urbarmachung weiterer steiniger und steiler Hänge in einen wirklich zusammenhängenden Park zu verwandeln. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg verschwanden und verfielen jedoch zahlreiche kleine Denkmale sowie das schöne Orangerie- Gebäude und der alte Bereich des Gärtnerhauses – dort wo jahrzehntelang bis in die 1920er Jahre hinein der tüchtige Schlossgärtner Lüdecke lebte und wirkte – wurde besiedelt. Der seit 70 Jahren nicht mehr zurückgedrängte Spontanaufwuchs lässt daher die alten Park-und Wegestrukturen heute nur noch schwer nachvollziehen, auch wenn der Altbestand der bis zu 300 Jahre alten Laubbäume immer noch eindrucksvoll ist und vieles dafür spricht, die lange Zeit vergessene Schönheit dieses Parks wieder zu neuem Leben zu erwecken.   Mit freundlicher Genehmigung zusammengefasst aus : Klaus von Krosigk: „Die alten Garten- und Parkanlagen der Familie von Krosigk in Sachsen-Anhalt“, in : Landesamt für Denkmalpflege Halle/Saale (Hg.) : Denkmalpflege in Sachsen-Anhalt 5, 1, 1997, S. 33-48 Haben Sie Erinnerungen, Fotos, Beiträge zum Schlosspark Hohenerxleben? Wir freuen uns über Ihre Hinweise oder auch einfach über Ihr Interesse an der bevorstehenden Sanierung. Melden Sie sich gerne bei: Markus Vongries m.vongries@schloss-hohenerxleben.de 03925 / 9890-21
Kunst im Park lädt ein, den Schlosspark in Hohenerxleben neu zu entdecken. Längst verloren geglaubte Schätze der einstigen wunderschönen Parkanlage werden durch die fröhlichen Kunstobjekte der Kinder und Senioren wieder ins Bewusstsein geholt und machen Lust auf die Wiederherstellung der einstigen Schönheit. Vom 1. Mai bis zum 31.Oktober wird es im Schlosspark immer wieder Neues zu entdecken geben. Buchstaben aus Ästen, Tiere aus Zweigen oder sogar Baumschmuck soll entstehen. Kinder, Handarbeitsfrauen, Senioren werden in unterschiedlichen Kunstaktionen tätig und schmücken den Park mit ihren Werken. Wer nicht nur spazierengehen und schauen möchte, ist herzlich eingeladen mitzumachen. Termine der ganztägigen Workshops finden Sie unter Kinderkurse. Die Teilnahme ist dank der Förderung kostenfrei. Sogar für ein Mittagessen ist gesorgt. Idee: Silva Rose • Projektentwicklung: Nikoline F. Kruse Workshop-Themen: Janette Zieger • Projektleitung: Markus Vongries Ermöglicht durch das Bündnis für Bildung 2018: Schloss Theatrum Herberge Hohenerxleben Stiftung (Antragsteller)  Stadt Staßfurt (Eigentümerin)  Stiftung Staßfurter Waisenhaus  Lebenshilfe Bördeland  Kultur- und Heimatverein Hohenerxleben
Fotos: Daniel Wrüske, Caroline Vongries, Nikoline F. Kruse
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